Hier findest du so viel Sinn und Nachhaltigkeit wie in keinem anderen Unternehmen dieser Welt

Du suchst nach mehr Sinn im Job, aber findest ihn einfach nicht? Was ist, wenn der sinnvollste Job aller Zeiten direkt vor deiner Haustür liegt? In diesem Jahr startete ich mein persönliches Selbstversorgungs-Experiment: Innerhalb weniger Monate habe ich viele meiner Lebens- und Konsumgewohnheiten nachhaltig verändert und dabei so viel Sinn und Wertschätzung erfahren, wie bei kaum einer Tätigkeit zuvor!

10 Feel-Good-at-Work-Argumente, die dir kein Unternehmen dieser Welt bieten kann


Das eigene Gemüse anbauen, wilde Beeren sammeln, Streuobstwiesen entdecken und handverlesenes Fallobst zu Marmelade und Mus einkochen – all das ist nicht nur anstrengend: Es bedeutet vor allem im Einklang mit der Natur und den eigenen Bedürfnissen zu arbeiten und zu leben. Die Natur bietet dir damit all das, was du in Unternehmen vergeblich suchst:

1. Soforteinstieg – ohne nervigen Bewerbungsprozess


Die Natur lädt jeden herzlich ein. Wir müssen uns nicht bewerben oder beweisen, niemand wird ausgeschlossen: Jeder, der sät wird ernten, jeder, der sucht, wird etwas finden – aktuell sind es zum Beispiel Kastanien und Hagebutten. Die Natur bietet uns diese Schätze an, ohne sich aufzudrängen. Wir können jederzeit beginnen, sie aus freien Stücken zu sammeln.

2. Dein Lohn wächst auf Bäumen und liegt auf Waldwegen


Statt Geld, mit dem du dir belastete Lebensmittel kaufen kannst, erhältst du Nahrungsmittel in einer solchen Qualität, die mit keinem Geld dieser Welt zu bezahlen sind. Die Freude über die erste Tomate war riesig, dafür lohnt sich all die Mühe. Ich habe eine Beziehung zu meinem Essen aufgebaut: Ich habe es gehegt und gepflegt und gedeihen und aufwachsen sehen – nie käme ich auf die Idee, es einfach wegzuschmeißen, weil es nicht perfekt aussieht. Wie sehr freust du dich am Monatsende über dein Gehalt auf deinem Konto und die Dinge, die du dir davon kaufen kannst?

3. Die schönste Arbeitsatmosphäre der Welt


An warmen Sommertagen stundenlang Unkraut jäten und an sonnigen Herbstsonntagen mit dem Fahrrad oder zu Fuß durch Wiesen und Wälder streifen, um Ausschau nach wilden Beeren und Nüssen zu halten: Bewegung an der frischen Luft macht den Kopf frei und den Körper fit. Insbesondere im Sommer war es herrlich, Zeit auf dem Acker zu verbringen – kein Handy, kein W-Lan, kein Laptop, kein Telefonklingeln, stattdessen überall Insekten und Schmetterlinge, begleitet von dem Summen der Bienen, dem Zwitschern der Vögel und dem Geräusch der grasenden Kühe. Gärtnern entschleunigt und entspannt, es ist Arbeit und Erholung gleichzeitig. Damit bietet die Natur die schönste Arbeitsatmosphäre der Welt – für Burnout ist hier keinen Platz!

4. Gesundes Essen aus der Naturkantine


Auf unserem kleinen Gemüseacker haben wir seit Mai jede Woche etwas ernten dürfen: Von Rucola, Spinat und Mangold über Erbsen und Kartoffeln bis hin zu Zucchini, Tomaten und Gurken. Gekocht wird das, was auf dem Acker wächst und gerade ernereif ist. Die Frage „Was koch´ ich denn heute?“ erübrigt sich damit. Kochen macht so viel mehr Spaß, da ich häufiger neue Gerichte und neue Kombinationen ausprobiere und das Beste daran: Ich habe mich dieses Jahr definitiv viiieeel gesünder ernährt!

5. Arbeitserfolge zum Anfassen


Selbstversorgung dient dem eigenen Überleben. Welche Tätigkeit kann uns einen größeren Sinn geben? Du kannst das Ergebnis deiner Arbeit, das du mit deinen eigenen Händen geschaffen hast, sehen, fühlen, riechen und schmecken und damit mit allen Sinnen genießen. Statt der inneren Leere, die ich früher nach vielen Arbeitstagen voller sinnbefreiter Meetings spürte, breitet sich in mir ein Gefühl einer tiefen inneren Wertschätzung aus.

6. Eine Verbindung fürs Leben finden


Die Umgebung erkunden, um wildes Obst zu pflücken und mit den Händen in der Erde wühlen: So bewusst wie in diesem Jahr habe ich meine Umgebung noch nie wahrgenommen. Seitdem fühle ich mich mit meinem Wohnort stärker verbunden. Zudem wurden eine Vielzahl begeisterter Besucher angelockt: Neben der Familie und den Freunden gesellten sich auch viele Kohlweißlinge auf unseren Acker, die sich wunderbar bei uns satt fraßen… so viel Mühe und zum Teil so wenig Ertrag! Was ich daraus gelernt habe? In der Natur geht es nicht um Ertragssteigerung, Profitmaximierung und Effizienz, sondern darum, das dankbar anzunehmen, was sich uns im hier und jetzt anbietet. Auch wenn mir die Marienkäfer, die unseren Mangold von Läusen befreit haben, als Besucher lieber waren: Wie der Mangold, die Marienkäfer und die Läuse sind auch wir Menschen ein Teil von etwas viel Größerem – wenn wir uns auf diese Beziehung einlassen, fühlen wir uns immer aufgehoben. Wahre Sichereit und Geborgenheit zu spüren, hat nichts mit Geld zu tun!

7. Ausbildung in Kreativität und Freidenkertum


Wir wurden mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert: Neben dem Schädlingsbefall, kämpften wir mit unfruchtbarem Boden und zu viel Regen. Supermärkte und Baumärkte lassen uns fertige Lösungen zu jedem Problem finden. Kreativität ist jedoch vor allem dann gefragt, wenn man sich vorgenommen hat, nach Möglichkeit ausschließlich mit Restmaterialien und dem zu arbeiten, was uns die Natur zur Verfügung stellt.

8. Wieder überlebensfähig werden statt abhängig zu sein


Die Natur gönnt sich Erholungsphasen, um langfristiges Überleben zu sichern. Dieses Jahr habe ich zum Beispiel viele Haselnusssträucher gesehen, die kaum Früchte trugen. Der Vorteil daran, dass nicht immer alles verfügbar ist, ist die umso größere Vorfreude auf die Ernte im nächsten Jahr! Und das Beste am Wildobst sammeln, ist das neue Entdecken alter Obstsorten. So lernst du die natürliche Vielfalt kennen, die aufgrund der internationalen Massenware so gut wie vollständig von unserem Speiseplan verschwunden ist. Seitdem fühle ich mich ein klein bisschen überlebensfähiger – auch ohne Rewe & Co.

9. Klimarettung und Artenschutz als sinnstiftende Nebeneffekte


Durch den eigenen Anbau von pestizidfreiem Gemüse und das Sammeln von Obst essen wir regional und saisonal und es werden wieder eine Vielzahl heimischer Insekten magisch angezogen. Wenn du darauf achtest, samenfeste Sorten anzubauen, kannst du die Samen nach der nächsten Blüte sammeln und im darauffolgenden Jahr erneut aussähen. Damit betreibst du Artenschutz und bist nicht mehr darauf angewiesen, jedes Jahr neues Saatgut zu kaufen.

10. Sinn und Nachhaltigkeit mit deinen Mitmenschen teilen


Zu Geburtstagen und Weihnachten für Familie, Freunde und Bekannte selbstgemachte Tees, Seifen und Marmeladen oder selbst gewonnene Samen und Ableger verschenken. Man spart sich das stundenlange Geschenke-Suchen und wer kann schon sagen, jemals eine Marmelade mit der Aufschrift „Dorstener Streuobst-Apfel-Gelee mit wilder Holunderbeere oder wilder Eberesche“ geschenkt bekommen zu haben – wenn das nicht besonders und einmalig ist! Und es inspiriert auch noch die Beschenkten sich im nächsten Jahr selbst an ein persönliches Selbstversorger-Experiment heranzuwagen.

Arbeit in ihrer ursprünglichsten und sinnvollsten Form – LET´S GO FOR IT!


Ob eine kleine Parzelle mieten, Gleichgesinnte in Gemeinschaftsgärten treffen, im eigenen Schrebergarten oder direkt auf dem eigenen Balkon anbauen, auf dem Land oder in der Stadt – es ist überall möglich! Fang noch heute damit an. Nüsse, Kastanien und Äpfel haben noch Saison und auf der Seite www.mundraub.de findest du sicherlich auch in deiner Nähe wildes Obst, was nur darauf wartet von dir gesammelt zu werden!

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4 thoughts on “Hier findest du so viel Sinn und Nachhaltigkeit wie in keinem anderen Unternehmen dieser Welt

  1. Finde ich Super, wir machen es genau so, selbst anpflanzen, vorzugsweise in Hochbeeten die vor übermäßigem Regen geschützt sind, natürlich Eigenbau. Ansonsten Spaziergänge in Feld Wald und Wiese, verbunden mit sammeln was gerade so wächst. Momentan ist das Streuobst von alten Bäumen die nicht mehr bedient werden, Birnen und Äpfel aus denen Wein, Saft gemacht und Kompott eingekocht wird. Auch Eicheln, Haselnüsse und Bucheckern stehen auf dem Speiseplan sowie diverse Wildkräuter, aber auch Heilpflanzen werden gesammelt. Selbst aus Baumharz kann man einiges machen. Walnüsse und Kastanien brauchen noch etwas Zeit, aber auch diese werden gesammelt. Übrigens machen wir unser Waschmittel, Reiniger etc. selbst, und das zum Bruchteils des Preises was ein kommerzielles Prudukt kosten würde. Und das ohne Schadstoffe und absolut naturverträglich, es ist so vieles möglich wenn man nur will und die Mühe ist es allemal wert.

  2. Ja, eine tolle Sache. Wir machen auch immer mehr selbst oder weichen möglichst auf Produkte aus der Natur, aus der Region u. aus regionaler Weiterverarbeitung aus.

    Aber mal ganz ehrlich:
    Wenn 80 Mio. dem Bspl. folgen, dann reicht wohl das (echt ungenutzte / besitzerlose) Fallobst kaum aus und der Förster zieht einen Stacheldraht um den Wald um ihn einigermaßen zu schützen.

    So bleibt es eine (Teil-)Lösung für Einzelne – eine durchaus erstrebenswerte. :o).

  3. Sehr schöner Beitrag. Vieles erlebe ich genauso in unserem Gemeinschaftsgarten.
    Jetzt haben wir gerade viele Äpfel, die irgendwie zu verarbeiten sind. Erstaunlich, was man daraus alles herstellen kann. Das regt die Kreativität ungemein an. Ich mache aber in meinem Umfeld die Erfahrung geschenkt will kaum jemand Fallobst haben. Zu viel Arbeit. Was sind wir doch bequem!

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